Colormanagement

Proofrechner:

  • Dell Precision T3500 / Intel Xeon 2.40 GHz / 4 GB RAM

Drucker:

  • Epson Stylus Pro 7900

Spectralphotometer:

  • Gretag MacBeth iOne Pro

Software:

  • Profile Maker 5.1

 

Was man wissen sollte

Warum ist Proof nicht gleich Proof? Die verwendeten Farben und Papiersorten weisen zwischen Druck und Digitalproof-Systemen stark unterschiedliche Merkmale auf. Dadurch tritt ein Phänomen auf, das unter „Metamerie“ bekannt ist, was besagt, dass Farben unter anderen Lichtverhältnissen anders aussehen und dadurch im besonderen Farbpaare zueinander anders wirken. Um dieser Tatsache entgegenzuarbeiten , hat sich die Grafische Industrie auf die Lichtart D50 als Standard geeinigt.

Das bedeutet, um Drucke oder Proofs zu bewerten oder zu vergleichen, muss eine Lichttemperatur von 5000 Kelvin, die Beleuchtungsstärke 2000 Lux betragen. Diese Beleuchtungs-Bedingungen herrschen auch an der Druckmaschine und sind verbindlich.

Auch unterscheiden sich die Farbräume der verschiedenen Druckverfahren als auch die Farbräume der Proof-Drucker. Um diese unterschiedlichen Farbräume in einem gemeinsamen Farbraum zu vereinen, ist eine Profilierung der Geräte mit Color-Management nötig, um mit Proof und Druck ein identes Ergebnis zu erreichen.

Nach intensiver Planung wurde im Februar 2004 in der Oberndorfer Druckerei ein professionelles Color-Management-System der Firma GMG installiert. Die Investition in diese High-Tech-Entwicklung ermöglicht der Oberndorfer Druckerei ein nochmaliges Anheben des ohnehin bereits hohen Qualitäts-Standards. Durch den Einsatz eines vierdimensionalen Farbraumes (Schwarz wird gesondert behandelt) liefert dieses System noch genauere Ergebnisse als der ICC-Standard.

Konstante Qualität

Die tägliche Kalibrierung dieses Proof-Systems garantiert durchgehend konstante Proofs und somit eine effektive und präzise Kontrolle dieses Qualitäts-Standards. Auch werden Ihre Proofs, sofern der FOGRA-Medienkeil 2.0 oder 3.0 (www.fogra.de) darauf mitgeprooft wurde, bei der Daten-Eingangskontrolle eingemessen und gröbere Abweichungen vom Standard der Oberndorfer Druckerei schon im Vorfeld erkannt.

ICC-Profile

In unserem Workflow finden die von der ECI und Fogra empfohlenen ICC-Profile Anwendung (ECI-Offset 2009-Standard). Diese Profile sollten bei der 4c-Separation Ihrer Daten, wie auch für das farbverbindliche Proof verwendet werden.

Folgende ICC-Profile finden bei uns Anwendung:

  • ISOcoated_v2_300 (Fogra 39L) für fast holzfreie und holzfreie gestrichene Bilderdruck-Papiere
  • PSO_LWC_Standard (Fogra 46L) für LWC-Papiere
  • PSO_LWC_Improved (Fogra 45L) für aufgebesserte LWC-Papiere
  • SC_paper (Fogra 40L) für SC-Papiere
  • PSO_Uncoated_ISO12647 (Fogra 47L) für weiße, ungestrichene Offsetpapiere

Diese Profile finden Sie in unserem Downloadcenter zum herunterladen.

Voraussetzung für eine farbverbindliche Ausgabe mit diesen ICC-Profilen ist jedoch, dass Ihr Proof-Drucker mit dem jeweiligen Proofpapier profiliert wird (mit den Druckern oder der Software mitgelieferte ICC-Profile liefern keine verbindlichen Ergebnisse!), um den Farbraum des Geräts mit dem verwendeten Proofmaterial festzulegen.

Proof = Druck

Sollten Sie selbst nicht über ein kalibrierbares Proof-System verfügen, erstellt die Oberndorfer Druckerei selbstverständlich gerne farbverbindliche Kontroll-Proofs für Sie. Das ermöglicht Ihnen eine noch präzisere Kontrolle des Druckergebnisses. Bitte fordern Sie ein entsprechendes Angebot an.

Farbkonvertierung

Durch den Einsatz dieses Color-Management-Systems ist die Oberndorfer Druckerei auch in der Lage, Daten zwischen verschiedenen Farbräumen zu transformieren. Das bedeutet, wenn die Daten z. B. für den Tiefdruck erstellt wurden, können diese in den Farbraum der Rollenoffset-Druckmaschine konvertiert werden, die Druckergebnisse sind nahezu ident.